Das Rasen kalken kann im Frühjahr oder Herbst erfolgen. Im Frühling besteht die Möglichkeit, dem Gras für das bevorstehende Wachstum neue Nährstoffe zu liefern.

Im Herbst hingegen kann der Kalk beim Rasen den Nährstoffdefizit ausgleichen und hat im Winter genügend Zeit, um zu wirken. Neben den theoretischen Grundlagen ist es jedoch auch wichtig, dass die praktische Umsetzung erfolgt. Es sollte nicht einfach nur die Kalkdüngung stattfinden. Stattdessen ist es erst mal entscheidend, dass Sie sich an die nachfolgenden Schritte orientieren.

Messung

Ehe Sie den Rasen kalken, muss herausgefunden werden, ob das überhaupt erforderlich ist. Denn ohne konkrete Anzeichen hat die Düngung mit Kalk mit jeder Menge Glück zu tun. Unglücklicherweise nimmt sogar die Moosbildung zu und der Rasen oder die Hecken werden dabei negativ beeinflusst. Es ist wichtig, aus dem Boden über längere Zeit verschiedene Proben zu entnehmen. Damit sehen Sie, ob der Erdboden sauer ist oder nicht.

Bestimmung des pH-Werts

Der Boden kann mit einem Testset überprüft werden, der bei einem Baumarkt vor Ort oder einem Webshop erhältlich ist. Bei einem pH-Wert ab 6,5 ist der Boden nicht zu kalken, während er unter diesem Wert sauer ist und damit gedüngt werden sollte. Allerdings gibt es auch ein Hausmittel, welches eingesetzt werden kann. Dazu benötigen Sie zwei unterschiedliche Tassen. In einer wird destilliertes Wasser mit Backpulver, während in der anderen diese klare Flüssigkeit mit Essig vermischt wird. Danach geben Sie aus dem Garten Erde in die Tassen und beobachten die Reaktion. Entsteht in dem Behälter mit Essig Schaum, handelt es sich um alkalischen Boden. Macht die Tasse, welche Backpulver enthält, zischende Geräusche, dann ist der Boden sauer.

Prüfung

Nachdem Sie möglicherweise den Rasen kalken müssen wegen des niedrigen pH-Werts, ist noch ein wichtiger Aspekt zu überprüfen. Es gibt ein paar Gewächse, die Rasenkalk nicht so gern mögen. Wenn über den Garten der Kalk rücksichtslos gestreut wird, können im Gartenbeet einige Pflanzen beschädigt werden, wie zum Beispiel Nadelbäume und Moorgewächse. Damit diese geschützt werden, ist zum Beet ein Sicherheitsabstand einzuhalten, sodass diese mit Rasenkalk nicht in Kontakt kommen. Überprüfen Sie gründlich, welche Pflanzen es im Garten gibt, ehe Sie den Rasen düngen. Es sollte ein Liste der enthaltenen Gewächse im Gartenbeet angefertigt werden, um sicherzustellen, ob möglicherweise Vorkehrungen zu treffen sind, ehe der Rasenkalk Anwendung findet.

Dosierung

Den pH-Wert der Bodenprobe können Sie ebenso zum einfachen Bestimmen der erforderlichen Kalkmenge heranziehen. Die Bodenbeschaffung hat auf die Dosierung einen zusätzlichen Einfluss. Ein sandiger Erdboden mit dem pH-Wert von fünf beispielsweise lässt sich mit etwa 200 Gramm behandeln. Ungefähr 400 Gramm benötigt der Lehmboden, welcher einen pH-Wert von sechs aufweist.

Verteilung

Ehe Sie mit dem Rasen kalken beginnen, sind noch ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Es sollten Handschuhe getragen und der unmittelbare Kontakt mit dem Kalk verhindert werden, da ansonsten Verbrennungen entstehen. Weiterhin empfiehlt es sich, Kleidung mit wenig Hautfreiheit anzuziehen, damit am gesamten Körper die Haut geschützt ist. Gerade bei staubigen Kalk besteht die Möglichkeit, dass ganz schnell ein unerwünschter Kontakt erfolgt. Das Vertikulieren kann je nach Jahreszeit vor dem Rasen kalken nützlich sein, ist jedoch kein Muss. Nach entsprechender Vorbereitung können Sie mit der Verteilung anfangen. Bei granuliertem Kalk sollte am besten ein Streuwagen zum Einsatz kommen. So wird sichergestellt, dass Sie den Bodenaktivator über die ganze Fläche gleichmäßig ausbringen. Gerade in Großgärten kann das Verteilen mit dem Wagen schneller erfolgen. Bei kleinen Gärten ist es möglich, neben dem Streuwagen auch einen Handstreuer zu verwenden. Zwar hat er eine geringere Kapazität, gilt allerdings beim Kauf als viel preiswerter.

Nachbehandlung

Ist das Rasen kalken erfolgt, können Sie diesen sorgfältig gießen. Das Wasser sorgt dafür, dass der Boden den Rasenkalk aufnimmt. Es macht die Behandlung wirksamer. Deswegen wird empfohlen, kurz vor dem Regen die Kalkdüngung durchzuführen, damit so der Boden auf natürliche Art bewässert wird. Nach dem Gießen lassen Sie den Rasen ruhen.

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